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Streamingportale: Achtung Abzocke!

Freitag, 26. Juli 2013

Der movie4k.to Index umfasst ca. 20000 Filme, darunter auch die neuesten Kino-Hits. Angeblich werden einige User jetzt von der Polizei angerufen und darauf hingewiesen, dass sie illegale Streams schauen. Ist da was dran oder handelt es sich um einen neuen Trick der Abmahn-Mafia?

Ist das Schauen von Filmen bei movie4k oder kinox.to illegal? Darüber scheiden sich die Geister. Download "nein", gucken "ja" – so wird die aktuelle Rechtssprechung interpretiert. Doch die Gretchenfrage lautet, werden Teile des Films in irgendeiner Weise auf dem Computer gespeichert – und diese Frage ist selbst bei Streaming mit "ja" zu beantworten, weil Teile der Wiedergabe zwangsläufig zwischengespeichert werden müssen.

Das machen sich offenbar einige Abmahner und auch die Filmindustrie zu Nutze, indem sie User, die erwischt werden, mit fetten Geldstrafen überziehen. Wie die Abmahner an die Infos kommen, ist derzeit unbekannt. Es scheint fast so, also ob sie einfach jeden anschreiben bzw. abmahnen – in der Annahme, dass praktisch jeder schon mal auf einem Filmportal war und mal einen Streifen dort gesehen hat.

Eine ganz neue Masche ist jetzt aber, dass die Abmahnmafia sich auch telefonisch meldet. Verschiedentlich gibt es Berichte, bei denen User darüber klagen, dass angeblich die Polizei angerufen hätte. Gerade in Haushalten mit Kindern und Jugendlichen sind die Eltern verblüfft und verunsichert, wenn sie so einenn Anruf erhalten.

Eine Mutter berichtet in einem Forum:

Diese Woche bekamen wir einen Anruf:
Meine Tochter ging dran, es meldete sich ein Polizeibeamter,
welcher mit mir reden wollte. Meine Tochter legte aber sofort auf.
Am nächsten Tag rief ein anderer "Polizeibeamter" an und wollte mit
mir reden, meine Tochter ging dran. (ich war wieder nicht da).
Er meinte zu meiner Tochter, es gehe um illegale Streams,
die unser Haushalt geguckt hätte und, er wolle sich später melden.

Die Abmahntäter verlangen am Ende eine Summe X, die angeblich bis zu 1000 Euro betragen kann als Strafe für "illegales Streaming".

Eines ist klar: Auf keinen Fall zahlen. Bei denn Anrufen handelt es sich angeblich um Fakes, die nur herauskriegen wollen, ob im Haushalt tatsächlich Streaming-Portale besucht werden. Deshalb sollte man bei solchen Anrufen auf keinen Fall irgendetwas sagen oder sogar etwas zugeben. Wenn man nämlich in irgendeiner Weise bestätigt, dass der Sohn oder die Tochter möglicherweise tatsächlich bei movie4k oder kinox.to vorbeigeschaut haben, flattert sofort der Abmahnbescheid ins Haus. Bester Tipp also: sofort auflegen.

Wichtig ist auch, Kinder und Jugendlich über dieses Vorgehen zu informieren. Denn diese werden von den Anrufern schnell umm den Finger gewickelt und eingeschüchtert, gerade wenn es heißt "hier ist die Polizei". Hat man erst mal zugegeben, dass man auf Streamingportalen war, dann hat man schlechte Karten.

Als nächstes flattert dann nämlich ein Abmahnbescheid ins Haus – meist von irgendwelchen dubiosen Firmen, die angeben, angeblich im Auftrag der Filmindustrie zu handeln. Auch hier heißt es: Auf keinenn Fall zahlen! Auch nicht auf Mahnung oder Gerichtsandrohungen reagieren. Diese Abzocker arbeiten nämlich mit allen Mitteln. Einfach das Schreiben ignorieren. Am Ende wird alles im Sande verlaufen.

Eines steht fest: Die Methoden der Abmahnmafia werden immer abgebrühter und viele Unschuldige haben bereits riesige Summen gezahlt, aus Angst vor angedrohter Strafverfolgung oder sonstigen Erpressungen.

Es wurde auch schon berichtet, dass die Abmahner einfach flächendeckend Mahnbriefe mit Überweisungsformularen verschicken, ganz einfach in der Annahme, dass die meisten Internetuser auch irgendwann mal ein Streamingportal besucht haben. Oft haben diese Briefe einen offiziellen Charakter und auch hier wird wieder der Anschein erweckt, als ob die Filmindustrie hinter den Schreiben steckt. Auch hier lautet der Tipp: Immer ignorieren. Auch wenn man danach mit weiteren Mahnungen und sogar mit Gericht und Gefängnis bedroht wird.

Leider gehen die Behörden gegenn solcherlei Abzocke kaum vor. Ja es wird sogar stillschweigend geduldet, weil man die Streaming-User verunsichern will. Insofern arbeitet die Filmindustrie offenbar mit solchen miesen Abzockern zusammen. Beweisen kann man dies allerdings nicht.

Eines ist jedenfalls Fakt: Die Methoden, die Streaming-Gemeinde zu verunsichert und bei ihnen abzukassieren werden immer brutaler und ausgefuchster. Wer in die Fänge solcher Abzocker gerät sollte auf jeden Fall Ruhe bewahren und auf keinen Fall reagieren bzw. antworten. Das macht dann alles nur noch viel schlimmer. Auch hier lautet der Rat: Brief zerreissen oder falls es über Telefon läuft: Auflegen!

http://www.mmnews.de/index.php/etc/14041…achtung-polizei

Mehr dazu in unserem Forum im Beitrag von Geili

the Baytown Outlaws / Baytown Disco, – 2012 (auf DVD / BluRay)

Mittwoch, 09. Januar 2013

Dieser Streifen, – "the Baytown Outlaws" (im englischen Original: "the Baytown Disco") war der Abschlußfilm des Fantasy – Filmfestes 2012. Er ist gleichzeitig der erste Film des bis dahin noch relativ unbekannten Regisseurs und vormaligen Nebendarstellers Barry Battles (u.a. in "the last Days", aus dem Jahre 2005).

Zur Handlung: die drei Oodie Brüder Brick, McQueen und Lincoln (dargestellt von Clayne Crawford, Travis Fimmel und Daniel Cudmore, – hierzulande noch allesamt ziemlich unbekannte Jungschauspieler) sind im Süden der Vereinigten Staaten eben so etwas wie die regulierende "Saubermachtruppe" des örtlichen Sheriff’s. Von ihm, – Jahre zuvor noch als junge Waisenkinder, unter seine Fittiche genommen, erledigen sie von nun an für ihn gewisse "Spezialaufträge".

Dazu zählen z.B. auch schonmal kleinere Mordaktionen unter den örtlichen Drogendealern. Womit sie auch keinerlei Probleme zu haben scheinen. Denn bei ihnen handelt es sich ohnehin um die typisch – amerikanischen Vertreter von echt dumpfen, asozialen "Rednecks". Die erst schießen und dann erst anfangen, vielleicht mal Fragen zu stellen.

Zu dumm dabei aber leider nur, wenn sich (wie es auch der Anfang des Films schon im knallbunten, comic – haften Stil vermittelt) anschließend heraus stellt, man hatte sich eigentlich im Haus geirrt. Okay, zwar wurden ja trotzdem nur kleine Gangster aus dem Weg geräumt, aber für den Hüter von Recht und Ordnung bedeutet das dennoch erheblichen Verwaltsaufwand.

Und auch andere Behörden (in Form des ermittelnden FBI – Bundesagenten Reese) scheinen sich nun dadurch für die kleine Abmachung des Polizeichef’s hier mit seinen drei "Racheengeln" zu interessieren. Es kommt also, wie es kommen muß.

Der Sheriff kappt also schnellstens sämtliche Verbindungen zwischen sich und den Oodie’s. Also sind die drei von nun wieder "vogelfrei" und somit auf sich allein gestellt.

Genau zu diesem Zeitpunkt tritt allerdings die ziemlich rätselhafte Celeste (Eva Longoria), durchaus schon beeindruckt von deren unbestreitbaren "Fähigkeiten" als kompromisslose Auftragskiller, an die vermeintlich, – und in ihren Augen sicher auch entbehrlich, schießwütigen "Hinterwäldler" heran und bietet ihnen einen – zuerst – doch recht verlockenden Auftrag an. Für insgesamt 25.000 Dollar sollen sie ihr Patenkind von ihrem Ex – Partner (genial überdreht dargestellt von Billy Bob Thornton) zurück entführen.

Was Celeste ihnen allerdings, – dh. wohl besser aus oben genannten Grund lieber verschwiegen hat, das ihr Ex – Partner, Carlos, ein Drogenbaron ist und ihr Patenkind, Rob, geistig behindert ist bzw. noch dazu im Rollstuhl sitzt.

So kommt es dann auch, das die Oodie Brüder zwar mit ziemlichem Glück erfolgreich auch dieses Haus hier gewaltsam stürmen, den Jungen befreien und wieder entkommen können. Carlos aber den Angriff noch überlebt hat.

Und ihnen die verschiedensten Killerkommando’s, – so z.B. bestehend aus einigen, mit allen Wassern gewaschenen Rockernutten, – dümmlichen, schwarzen Piraten der Landstraße sowie "modernen" Indianern (die zwar immer noch gern skalpieren und auch Pfeil und Bogen benutzen, – nun aber statt auf Pferden reitend mal lieber auf Motorrädern durch die Gegend brausen) hinterher schickt.

Auch, das die drei gefühllosen Dumpfbacken sich nun plötzlich nebenbei mit der für sie ebenfalls – völlig ungewohnten Situation herum schlagen müssen, jetzt auf einen schwachen, hilfsbedürftigen Jungen achtzugeben.

Was dem Regisseur allerdings die, so von ihm auch reichlich genutzte, Gelegenheit gibt, aus diesem zuvor recht cool beginnenden, dafür aber auch, – bis hierhin jedenfalls, ziemlich eindimensionalen Roadmovie mit anspruchsloser Haudrauf – Action, witzigen Sprüchen bzw. Einzeilern und reichlich Situationskomik ab da, – zumindest im Mittelteil dann ein beinahe schon fast rührend – anmutendes Filmchen zu machen.

Besonders, wenn die zuerst so dermaßen breit ausgewalzten, ausschließlich primitiven Vorurteile über die dargestellten Figuren (mit denen der Streifen ja doch ziemlich kokettiert) auf einmal Platz machen zu scheinen für echte Charakterrollen und sogar kluge, nachvollziehbare Dialoge.

Und wer das bemängelt bzw. kritisiert, das sich hier die Zeit genommen wurde, Menschen zu zeigen oder dem es nicht durchgehend genug Gewalt dabei gab, der sollte sich auch mal fragen, ob ihm solche eindimensionalen Figuren wirklich gefallen.

Brick, der unbestrittene Anführer seiner Brüder, zeigt plötzlich einsichtige Wesenszüge. McQueen, – vormals nur das impulsive und ziemlich dumm wirkende "Nesthäckchen" dieser Bande, entwickelt quasi von allein auf einmal sogar ein großes Verantwortungsbewußtsein. Was ihm, so wie hier gezeigt, sicher auch bis dahin niemand einfach so zugetraut hätte.

Und Lincoln, der älteste, am besonnensten wirkende und ruhigste der drei, – was aber nicht nur an seiner Unfähigkeit zu sprechen liegt (diese Figur wird z.B. als Ex – Wrestler gezeigt, der einige seiner Gegner im Ring zwar ohne jede Reue getötet hat, ihm dabei aber selbst sein Kehlkopf zertrümmert wurde … weshalb er auch gezwungen ist, einen kleinen Sprachcomputer zu verwenden, der ihm die ganze Zeit hier immer um seinen Hals hängt) beginnt gegen Ende hin schließlich so auch zu Rob noch eine Art von echt brüderlicher Beziehung aufzubauen.

Was zugegebenermaßen, natürlich auch besonders damit zusammen hängen kann, das sich beide ja nicht ohne Hilfe artikulieren können. Denn ganz am Schluß kann sich Rob jedenfalls sogar mit diesem Apparat bedanken.

Der Film bedient sich oft ganz klar aus den diversen Ideen einiger, bekannterer Kultfilme. Einfach frei nach dem Motto: "gut geklaut ist immer noch besser, als es – sich – selbst schlecht ausgedacht". So ist z.B. die Straßenverfolgungsszene mit den durchgeknallten Piraten hier offensichtlich aus "Mad Max" abgekupfert.

Oder auch, als die Oodie – Brüder mit Rob (Thomas Brodie – Sangster) unterwegs eine schmierige Highway – Raststätte betreten, läuft im Hintergrund zuerst ein Porno, – dann aber eine C – Adaption von James Cameron’s "Terminator" auf dem Großbildfernseher. Was von Lincoln hier auch gleich als Anlaß genutzt wird, um dem "authistischen" Rob mit seiner eigenen Art einer Terminator – Parodie zum lächeln zu bringen.

Inklusive eines weiteren, leider nur wieder mal eher kleineren Auftrittes des ewigen Nebenrollen – Darstellers Michael Rapaport (er war u.a. schon in "Kiss of Death", "True Romance", "Copland", "Geliebte Aphrodite", "Codename Nina", Higher Learning – die Rebellen", "Metro", "Deep Blue See", Men of Honor" und "Lucky Numbers" zu sehen), – sowie von Zoe Bell ("Rollergirl", "Bit*** Slap", "Death Proof – totsicher").

Wie auch immer, – viele dieser menschlichen Eigenheiten machen aus unseren drei zuerst nur ruppig dargestellten und komplett gewissenlos erscheinenden Killern hier im Laufe des Film’s doch sehr starke Sympathiefiguren. Die einem immer mehr ans Herz wachsen, denen man wünscht, sie mögen alle überleben. Mit denen man sich schließlich und trotzdem sehr gerne identifiziert.

Und bei denen man auch – dh. natürlich nur mit sehr viel Sinn für schwarzen Humor immer vorrausgesetzt – auch ihre offensichtliche Brutalität (augenzwinkernd) in Kauf nimmt. Besonders am Ende, erscheinen sie einem zwar nach wie vor nur wie üble Gesellen, – allerdings, auch immer wie ein leider absolut gerechtfertigtes und somit weiter notwendiges Übel.

Klare Kaufempfehlung (gerne, auch vorher ungesehen) oder, zumindest ein ziemlich guter Ausleihtip. Auch das DVD / BluRay – Cover ist schön gestaltet und erinnert damit an ganz gewisse Quentin Tarantino – Filme, an denen sich dieser Film auch unzweifelhaft orientiert. Ich war jedenfalls angenehm positiv davon überrascht.

ps. "ihre Nachricht enthält (enthielt) folgende zensierten Wörter: Bit***" ?
Wo bin ich hier ?
Im Kindergarten ?

Mehr dazu in unserem Forum im Beitrag von EGeraldhuebner

Talk Radio (Eric Bogosian, DVD)

Sonntag, 25. November 2012

Talk Radio (DVD), – Oliver Stone’s unbekannteres frühes "Meisterwerk"…

Als ich in meiner Jugend diesen Film zum ersten Mal im Fersehen sah, hatten mich zuerst nur die sarkastischen Dialoge "gereizt" bzw. amüsiert. Erst zum Schluß hin, mit dem unvermeidlichen tragischen Ende, begann sich mir dann langsam die Handlung vollkommen zu erschließen.

Unbedingt (weil zu allen Zeiten hochaktuell, – die Geschichte hat dies leider nur zu oft bewiesen) zum nachdenken regt auch ein Zitat dieses Films an: "wenn irgendwann mal etwas in eurem Leben schiefläuft, dann setzt ihr euch nicht etwa hin und tut vielleicht mal was dagegen … nein, es ist ja viel bequemer, einfach jemand anderen dann die Schuld dafür zu geben". Solche Sätze fallen hier häufiger und lassen somit für jedermann ganz persönliche Parallelen zu.

Seit diesem Erlebnis verfolgte ich jede Wiederholung im Free – TV und legte mir auch so bald wie möglich die VHS Fassung zu. Die Warterei bzw. alle Hoffnung, seit es das Medium DVD gibt, nur auf diesen Film hier begann ich irgendwann frustriert aufzugeben.

War "Platoon" bei allem Realismus und entgegen der üblichen klischeehaften, – eben hollywood – gerechten Darstellungen dann doch noch etwas zu moralisch – verbrämt geraten und hat "JFK-Tatort Dallas", – dh. wenn auch mit einem gewissen Anspruch es nicht wirklich geschafft zum ernsthaften nachdenken anzuregen, trifft einen "Talk Radio" gänzlich unvorbereitet wie ein Vorschlaghammer tief in die Magengrube.

Endlich ist nun dieser Höhepunkt der wirklich guten Oliver Stone Filme (vergleichbar höchstens noch mit z.B. "Salvador") käuflich zu erwerben. Und ich kann ihn nur jedem nicht gerade "übersättigten" Cineasten (sofern er nicht sowieso schon genau solange darauf wartet) nur sehr ans Herz legen.

Wie "verraten" (hier speziell die Eingangsszene dieses Film’s) von Costa Gavras basiert dieser Film z.T. – mehr oder weniger – auf einer wahren Begebenheit (dem feigen und heimtückischen Mord an einem von seiner Hörerschaft ebenso geliebten wie gehassten, – jüdischen Radiomoderator … wodurch sogleich politische Motive nahegelegt wurden). Und er hat ebenso auch bis heute nichts von seiner wirklich "aufrüttelnden" Aussagekraft verloren.

Wenn die Figur des Hauptdarstellers mit dem populärer klingenden Namen "Barry Champlain" (erschreckend realistisch gespielt von Eric Bogosian, – der sich seine Rolle selber auf den Leib schrieb) in seiner mitternächtlichen Radioschow "Night Talk" seine meist bigotten, rassistischen, – völlig durchgeknallten und manchmal einfach nur total abartigen oder schlicht verhaltensgestörten Anrufer gleich reihenweise verbal attackiert oder auch ganz offen bloßstellt … und sich so die Agressionen immer weiter steigern (nicht ganz zu Unrecht wurde hier der Alternativtitel "Worte – die töten" zutreffend gewählt) … läßt sich das Gefühl einer Gänsehaut beim Betrachter nie ganz unterdrücken.

Auch die Kehrseite solcher Blitzkarrieren (in Rückblenden auf sein früheres Leben wird diese Figur als mehr oder weniger "begabter" bzw. ambitionierter Herren – Garderoben Verkäufer mit dem Namen Barry Golden gezeigt, – der eher zufällig mit seiner vorlauten Art fürs Radio "entdeckt" wurde), – das Barry durch diverse Affären seine bis dahin treu ergenene und ihn tatkräftig unterstützende Frau vertreibt … die sich daraufhin einem anderen zuwendet und er selbst nun,weil auf sich allein gestellt total verloren, ein eher loses Verhältnis mit seiner bedeutend jüngeren Assistentin beginnt.

Als seine Ex – Frau ihm aber später kurz vor einem möglichen Nervenzusammenbruch zu verstehen gibt, da sie zu ihm zurück möchte, stößt er sie genau so zurück wie seine ihn immer mehr bedrängenden Zuhörer.

Die gebrochene Hauptfigur ist also buchstäblich "gefangen" in seinem selbst zugelegten Image, das nicht unbedingt besser als das etlicher seiner Fans ist (Zitat: "ich verlange von euch Aufrichtigkeit, – obwohl ich selbst ein Heuchler bin … ich klage dieses System an und bin doch mit ihm verheiratet"). So das einem der Schlußakt der Story hier sogar (obwohl das jetzt vielleicht sehr "krass" klingen mag) beinahe noch direkt "befreiend" vorkommen könnte !?

Wo "Good Morning Vietnam" sich noch bedeutender zurückhielt und später "hart auf Sendung" nochmal versuchte nachzulegen, trifft dieser Film hier viel eher (und bei aufgeschlossener, unvoreingenommener Betrachtungsweise, – auch viel "schmerzhafter") den wunden Punkt. Und nimmt den Zuschauer mit auf eine Geisterbahnfahrt der Emotionen, bei der er am Ende froh ist, wieder aussteigen zu können, – die er aber so schnell nicht wieder vergessen wird.

Fazit: wem anspruchsvolle Filme abseits vom gängigen Mainstream besonders zusagen und wer gerne über "tiefschwarzen Humor" lacht (wobei dann später irgendwann dieses Lachen unweigerlich im Hals stecken bleiben wird), dem sei hier der Kauf nur wärmstens zu empfehlen.

Mehr dazu in unserem Forum im Beitrag von EGeraldhuebner

Monty’s Enzyklopythonia (4 DVD’s – Box Set), das Leben des Brian, die Ritter der Kokosnuss, der Sinn des Lebens

Samstag, 10. November 2012

1. DAS LEBEN DES BRIAN – geschichtliche Revision aus Sichtweise der Monty Python’s …

Es gibt ja schon seit einiger Zeit die These, das Christus nicht "anno 0" unserer Zeitrechnung geboren wurde, sondern bereits 4 Jahre zuvor.

Die Monty Python’s gehen hier sogar noch ein paar Schritte weiter: "was – wäre – wenn" sich die drei Weisen aus dem Morgenland schlicht im Stall geirrt hätten und dadurch versehendlich jemand anderen die "Rolle" des Erlösers zugefallen wäre !?

Basierend auf solch einer simplen Vermutung wird hier ein wahres Gag Feuerwerk zelebriert, das diesem Streifen unbestreitbar zu Recht den Titel "bester Monty Python Film aller Zeiten" verliehen hat.

Wer darüber nicht wirklich lachen kann, dem ist hier auch durch gutgemeintes zureden nicht mehr zu helfen und abgesehen davon gilt: "manchen kann man es wohl nie recht machen" (Zitat: "genau was Jesus gesagt hat"), ist nun mal nicht jedermanns "Geschmack" und -Gott sei Dank- immmer noch reine Ansichtssache.

Obwohl sich schon am Anfang der Handlung des Films dieser Irrtum bereits sehr schnell wieder aufklärt, hat der Hauptdarsteller in seinem späteren Leben, wenn auch eher unfreiwillig immer wieder bis hin zu seiner berühmt – berüchtigten "Kreuzigung" ("ach was, Kreuzigung ist doch Firlefanz, man könnte auch erdolcht werden") Gelegenheit, diese Bestimmung auszufüllen, wobei auch schon mal das eine oder andere "Wunder" getan wird.

(Nur sehr schade, das auch hier diese gewissen Szenen mit "Otto", dem heldenhafen Anführer des "fliegenden Suizidkommandos" nicht wieder nun nachträglich in den Film, – vergleichbar mit den neu eingefügten Szenen bei "Dotterbart" oder auch "Monty Python – auf hoher See" – zurück gefunden haben !?

Denn, verschollen scheinen sie ja nicht zu sein !? Habe diese bereits vor einigen Jahren als Videostream zum legalen Download im Netz gesehen), zuweilen sind diese noch auf den diversen deutschsprachigen wie englischen MPFC Webseiten zu finden, und, auch im Buch zum Film (ein Taschenbuch, erschienen im HEYNE – Verlag) werden sie ja sehr ausführlich beschrieben.

Teilweise ziemlich absurd geraten (Ausserirdische), hat dieser Kultfilm aber alles (z.B. hoffnungslos unfähige "Revolutionäre", falsche "Frauen", total beschränkte, "verfluchte römische Besatzer", die allerdings auch schon viel gutes geleistet haben, – "was haben die Römer schon jemals für uns getan ?", sich grundlos als behindert ausgebende Folterknechte, jetzt arbeitslose "Ex – Lepra Kranke" usw. usf.), was einen absoluten M P F C – Kultfilm ausmacht.

Mit sehr viel Mut zum Risiko,auch durch Ex-Beatle Georg Harrison und seine Produktionsfirma Hand Made Films (der wir auch andere Kultklassiker wie "Time Bandits" zu verdanken haben) und das Talent des Regisseur Terry Jones ist hier ein Geniestreich geglückt, der seinesgleichen in der ganzen bekannten Filmgeschichte sucht.

Der unglaubliche Erfolg dieses Films zu solch einem heiklen Thema, vergleicht man das ganze mal mit beispielsweise "die letzte Versuchung Christi" oder auch mit "die Passion Christi", zeigt, das hier bei allem Respekt vor gängigen Glaubensfragen eine wunderbare und wahrlich zeitlose Komödie entstanden ist.

Fazit: Da ja auch Jesus selbst in diesen Film einige Gastrollen hat (Zitat: "Moin‘ Heiland, darf ich dir mal eben den Herrn vorstellen, der uns am Sonntag kurz den Berg überlasst"), und auch gleich noch die Frage seines möglichen "Überlebens" bzw. späteren vermuteten Auftauchens in der realen historischen Geschichte (Interessierten sei dazu aus der Taschenbuchreihe "die Welt des Unerklärlichen" der Band "Mysterien und Wunder" und hier exakt das Kapitel "starb Christus in Kaschmir ?" zu empfehlen) überaus "entwaffnend", gegenargumentationslos sowie auch auf einfachste Art und Weise ganz simpel und plausibel mal so nebenbei mit aufgeklärt wird, – "lass mich dein Kreuz tragen, mein Sohn", ist dieser Film nicht nur für eher atheistisch eingestellte Zuschauer unbedingt wie vorbehaltlos zu empfehlen.

2. DIE RITTER DER KOKOSNUSS, 2er DVD – wenn es "das Leben des Brian" nie gegeben hätte …

… dann wäre wahrscheinlich das hier mit Sicherheit der "beste Monty Python Film aller Zeiten" geworden.

Nach all den vergangenen Jahren hat dieser Film nichts von seinem Humor und der Faszination (nicht nur bei alten und neuen MPFC – Fans) für dabei eigentlich jeden gerne, oft und viel lachenden Menschen verloren.

Über die Handlung braucht hier (sehr wschl.) bestimmt nichts mehr weiter gesagt werden, die älteren Jahrgänge haben diesen Film sowieso schon und wer von den jüngeren Generationen eher auf die Brachialkomik eines Jim Carrey (obwohl auch der noch ganz witzig ist) oder in der Art von Filmen wie z.B. "Scary Movie" steht, dem wird hier auch mit gutgemeinten Zureden dieser Kultstreifen nicht schmackhafter gemacht werden können !?

Fakt ist jedenfalls,dieser Streifen ist (genau wie "der Sinn des Lebens" oder "Monty Python’s wunderbare Welt der Schwerkraft", und, abgesehen natürlich von "das Leben des Brian") ein absolut zeitloser Klassiker dieser unvergleich legendären, britischen Komikertruppe.

Das beginnt schon mit dem Anfang (der mehrmals wegen diverser Pannen wiederholt werden muß), setzt sich mit herlich absurden Szenen über schrullige Protagonisten (kommunistische Bauern, Ritter mit drei Köpfen, engländerhassende Franzosen, witzige Anspielungen auf andere historische Ereignisse, – z.B. der "trojanische Hase" usw. usf.) und total abgedrehten Wendungen in der Handlung fort, und endet mit einem total simplen, abrupten, aber dadurch eben nur absolut komischen Schluß.

Auch das Bonusmaterial hat es in sich, sehr empfehlenswert ist hier z.B. die Dokumentation (absolut köstlich von Michael Palin und Terry Jones mit witzigen Dialogen kommentiert, – nur mal als Beispiel: Ein primitiver Zaun, der da nun heute an der berühmten "Gralsburg" steht und wie schwierig sich dieser damals wärend der Dreharbeiten für die Angriffszenen erwiesen hätte o.ä.), in der Kategorie "Heilige Relikte" speziell das Kapitel "Japanische Versionen", sowie natürlich der reichlich komische Versuch, ausgerechnet mit LEGO Figuren (!) den Camelot Song nachzustellen.

3. "DER SINN DES LEBENS" (nur – !!! – die hier enthaltene Fassung, – zur sogenannten "Special Edition" siehe alle negativen, zur Warnung abgegebene früheren Rezension) – Vorsicht, bitte nur diese DVD [ – Single DVD – ] Auflage hier kaufen …

… denn, bei der 2er DVD Special Edition des Films werden sie garantiert Ihren Ohren nicht trauen können !

Wer natürlich lieber "Lehrgeld" bezahlen möchte (wie ich) und diese DVD Version schon besitzt, kann dies natürlich gerne tun, und wird dann wschl. ebenfalls den "Kompromiss" machen, das er doch den Hauptfilm hier behält, sich aber nur die Bonus DVD der SE – Fassung aufhebt, auf der die dort eingefügten fehlenden Szenen ebenfalls enthalten sind, abgesehen hier mal von den anderen wunderbaren Extras darauf !

Über diesen Film hier (bzw. die Handlung) braucht bestimmt nichts mehr weiter gesagt werden (echte Monty Python Fans werden diese natürlich genauso auswendig kennen und lieben wie jeden anderen Kultfilm dieser unvergesslichen Komikertruppe !?), sie ist mit Sicherheit noch eine ganze Spur "schärfer" als "die Ritter der Kokosnuss" oder respektloser als "das Leben des Brian" und auch besser gemacht als "wunderbare Welt der Schwerkraft".

Meine absoluten Favorit ist immer noch (wenn man für solchen tiefschwarzen, makabren Humor etwas übrig hat) die Kapitel "lebende Organverpflanzung" oder "der Tod".

Aber auch über alle anderen gibt es reichlich etwas zu lachen und (wer eher darauf steht) die wunderschön gesungenen Lieder bzw. Musical Einlagen (p.s. können auch einzeln und legal als fertige MP3 – Song’s im Netz heruntergeladen werden) sind ebenfalls nicht zu verachten.

Fazit: Für die komplette MPFC – Sammlung unbedingt zulegen, auch wenn nur mit Mono – Tonspur, das ist hier jedenfalls eher akzeptabel als bei anderen, bekannten und oftmals schlimmen "DTS – Experimenten" !

Mehr dazu in unserem Forum im Beitrag von EGeraldhuebner

Kentucky Fried Movie, Donald Sutherland, John Landis

Freitag, 09. November 2012

Handlung: Zucker – Abrahams – Zucker -vs.- Monty Python …

… so oder ähnlich kann dieser Film – dh. auf gewisse Betrachtungsweise –
aufgefasst werden.

Sicherlich ein frühes Werk der später u.a. mit der "nackten Kanone", "Hot
Shots" usw. sehr erfolgreich bekannt gewordenen Regisseur, – und Produzenten
"Triumvirats", – bestehend aus Jim Abrahams sowie den Gebrüdern Jerry und
David Zucker.

Habe mir diesen Film seinerzeit absichtlich nicht in dieser DVD – Auflage
hier gekauft, sondern gewartet bis er irgendwann einmal als "Heft DVD" in
einer bekannten TV – Zeitschrift mit dazu erhältlich war, – die Qualität des
Films sowie des DVD Menues im allgemeinen ist also wschl. noch mieserabler
als es hier der Fall sein wird !?

Dennoch gehört dieser Streifen (und das eben nicht nur bei eingefleischten
Comedy Fans, – die – wie ich selbst – diesen Film bereits früher schon bereits
auf Original VHS Kassette ihr eigen nennen konnten …) meiner bescheidenen
Meinung nach einfach mit in jede "anständige" und "bessere" DVD-Sammlung.

Ob dabei eine halbwegs "logische" Handlung (sowieso irgendwie ein
Wiederspruch bei dieser Art von Film !?) oder ein durchgehend "roter
Faden" vorhanden ist bei den hier zu sehenden losen Kurzgeschichten
in der Art beispielsweise eines "Monty Python’s – wunderbare Welt der
Schwerkraft" (was die ganze unzusammenhängende "Reihenfolge" dieser
mehr losen Geschichten betrifft, – ganz frei nach dem MPFC – Motto: "…
und nun … zu etwas völlig anderen …"), – sollte eigendlich auch eher
weniger kritisch angesehen werden.

Alles in allen genommen können die teilweise völlig absurden (und
dabei gerade bzw. eben deshalb) Episoden mit Sicherheit sehr köstlich
amüsieren,und sollten dabei ebenso "anerkannt" werden wie z.B. die
garantiert ultrakomischen "frühen" Filme von Woody Allen usw. usf. !

(Vorteilhafter natürlich,wer schon von selbst etwas,-je nach "Stimmung"
für diese Art von Trash oder – höflicher gesagt – "B – Filme" übrig hat.)

Am besten (weil absolut "krank") und witzigsten in Erinnerung geblieben
ist bei mir persönlich hier diese völlig bescheuerte Szene ca. in der
Mitte des Films bei der Kurzgeschichte "für eine Handvoll Yen" …

(Wie der "Titel" bereits bei kundigen Cineasten richtig schließen lässt,
eine überdeutlich Anspielung auch die Spaghetti Western der 70’er Jahre
und sämtliche Bruce Lee Filme sowie – was den "Bösewicht" betrifft – eine
eindeutige Parodie auf "Dr. Fu Manchu" bzw. die alten Flash Gorden Filme.

– Auszug: –

"Dr. Clan" führt den "Bruce Lee für Arme" nach seiner Entarnung und
erfolreichen Gefangennahme durch ein finsteres, – aber hypermodernes
Kellergewölbe.

Dort bleiben sie an einigen "düsteren" Verliesen stehen, die extrem
vollgepfercht mit Statisten sind.

Auf die Frage,wer diese traurigen Gestalten sind, antwortet der irre,
handamputierte "Möchtegern Weltbeherrscher":

(auf eine Zelle deutend) " … das sind – irgendwelche Leute – die zwar
wissen, wo sie hier sind, es aber garnicht wissen wollen … und die
trinken" und (auf die gegenüber liegende Zelle nickend) "und das
sind welche, die nicht wissen, wo sie sind, es aber gerne wissen wollen …"

Plötzlich ruft ein "Gefangener" aus der ersten Zelle: "Moment, ich weiß
nicht, wo ich bin" … und einer aus der anderen Zelle meint: "Ja, und ich
trinke" …

Sofort beschließt der "finstere, geniale Bösewicht": (Zitat) "ab mit
dem – zuletzt gezeigten "Häftling" – Mann in Zelle Nr. 1, und gebt ihm
sofort etwas zu trinken".

Der daraufhin "umgetopfte" wird noch gefragt,was er denn gern trinken
möchte,und antwortet daraufhin ganz lapidar: " … das will ich garnicht
wissen".

Solche vollkommen absurden Stellen (auch – mit – durch die
"sinnlose" Synchronisation …) können garantiert auch beim
neunzigsten mal noch königlich belustigen und verhindern
gleichzeitig mit, das der geneigte Zuschauer irgendwann die
Aufmerksamkeit verliert, – wenn’s dann mal (hier und da) z.T.
extrem – dh. ganz individuell betrachtet – langweiliger wird.

Fazit: (wer alles schon bereits kennt und wenn der Preis gerade sehr
günstig ist) kaufen, – auch, für die "Vollständigkeit" der Filmsammlung.

Ansonsten erstmal ausleihen, ablachen und hinterher selbst eine mögliche
Kaufentscheidung treffen.

Kauftip, – Ausleihtip !

Mehr dazu in unserem Forum im Beitrag von EGeraldhuebner

lautlos im Weltraum – Silent Running

Donnerstag, 08. November 2012

…"grüner Öko – Krieger läuft Amok" (heute aktueller als damals) !

In Ordnung,diese zugegeben recht absonderlich anmutende Überschrift macht
den Eindruck,die Handlung des Films wäre schwach bzw.wenig aussagekräftig,
aber genau dies ist absolut nicht der Fall…denn ebenso wie z.B. nur mal
bei "Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All" oder auch "Soylent Green"
alias (Alternativtitel) "Jahr 2022…die überleben wollen", (die auch und
sehr wschl. nicht nur bei mir auf einer ganz persönlichen Liste der "All
Time Favorites" stehen dürften) wurde hier, lange bevor dieses Grundthema
so dermaßen brisant und wie inzwischen auch (leider) sehr *zeitgemäß* war,
mit "Silent Running" schon "damals" (also im Produktionsjahr 1972) eine
der möglichen "düsteren" Zukunftsprojektionen gezeigt, die vieleicht und
in absehbarer Zeit dann nicht mehr nur fiktiv und phantastisch sein muß .

Zur Handlung: Irgendwann in einer -absehbaren- gar nicht einmal mehr allzu
"fernen Zukunft", eine Flotte von Raumschiffen treibt seit vielen Jahren
durch unser Sonnensystem. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, die letzten
Reste von Pflanzen und Tieren, bereits nach ihrem Aussterben auf unserer
Erde in einer Art intestellaren "Arche Noah" zu bewahren. Das ganze wird,
wie es eben auch heute der Fall ist, mit begrenzten staatlichen Mitteln
finanziert.

Derweil hier die anderen Angestellten lediglich nur noch rein routinemäßig
ihren alltäglichen Dienst dabei versehen,sonst aber auch bereits jegliches
Interesse an der Natur verloren haben und so z.B.auch biologisch angebaute
Nahrungsmittel verabscheuen, "kämpft" einzig der Astronaut Freeman Lowell
in eigener,mühevoller Klein(st)arbeit zusammen mit den dafür vorgesehenen
Wartungsrobotern darum,die unter riesigen Glaskuppeln bestehenden Biotope
noch selbst zu pflegen.

Eines Tages kommt es allerdings,wie’s kommen muß. Fördergelder sollen für
"wichtigeres" verwendet werden,das gesamte Projekt wird als "entbehrlich"
eingestuft, da die Menschen der Erde sich ohnehin nicht mehr an die Natur
erinnern können und daher sollen die Kuppeln mit sich an Bord befindenden
Atombomben gesprengt werden, ebenso alle Raumschiffe wieder zurückbeordert
werden, um nun wieder ihrem rein kommerziell gedachten Einsatz zu dienen.

Entsprechend unterschiedlich sind daher auch die Reaktionen bei den Crew’s
der Raumschiffe, als sie davon erfahren. Während nur natürlich die meißten
seiner Kollegen bereits in Vorfreude auf eine baldige Rückkehr zur Heimat
damit beginnen, viel zu verfrüht Sprengungen durchzuführen, wächst einzig
in Lowell der Widerstand dagegen an, dies nicht zuzulassen (überzeugend
im Minenspiel -fast- ohne jegliche Text dazu durch Hauptdarsteller Bruce
Dern auch hier "rübergebracht", bei jeder der Explosionen möchte man als
Zuschauer mit zusammenschrecken und schlicht genauso einfach durchdrehen).

Weil er sich schließlich nicht mehr beherrschen kann, als dann auch "sein
Garten" an der Reihe ist und um somit auch noch die Sprengung der letzten,
einzigen ihm noch verbliebenen Kuppel zu verhindern, tötet er zuerst einen
seiner Kollegen und sprengt die beiden anderen im abgelegeneren Teil des
Raumschiffes, auf dem er sich selbst befindet, ins Weltall. Dann ignoriert
er jegliche Befehle der Bodenstation zur Rückkehr und gibt vor,technische
Probleme bei der Navigation zu haben.

Er fliegt durch eine ziemlich schwierige Passage (wobei er gleichzeitig
hofft, den Verlust seines Raumschiffes vortäuschen zu können, weil diese
auch nicht ganz ungefährlich ist) noch weiter in unbekannte Regionen des
Alls,und verbringt,nachdem das zunächst auch erst einmal erfolgreich war
Monate allein mit anfangs 3,- etwas später dann aber nur noch 2 der ihm
verbliebenen Roboter.

(Ab hier verläuft die sowieso schon bereits recht simple Haupthandlung nun
nochmals etwas ruhiger ab und hat fast Kammerspiel-Niveau erreicht, umso
interessanter ist es allerdings, sowie in gewisser Weise ganz lehrreich
für jeden, der möglicherweise selbst einmal in eine solche "abgeschiedene
Situation" kommen sollte, wie er sich hier nun,- nicht anders als jeder
halbwegs "normale" Mensch, der in diese Lage versetzt wird, benimmt.)

Er beginnt beispielsweise damit, die Roboter, denen er zuvor die Namen
Dewey und Huey gegeben hat (ein dritter – Louie – ging beim Durchqueren
der gefahrvollen Passage verloren), völlig unzuprogrammieren. Dazu werden
z.B. für die Roboter viele recht unkonventionelle Programme geschrieben,
unter anderem eines zum Pokern (bei einer Szene, wo er es zum ersten mal
mit ihnen spielt und daraufhin selber noch darüber wundert, wie sich dies
in der Praxis bei den Androiden auswirkt,- und wenn er dadurch einen fast
schon irren Lachanfall hat,wird ganz leicht beim Zuschauer der Eindruck
vermittelt,er hat nun seinen Verstand verloren,- auch das ist "glaubhaft"
und nur nachvollziehbar geschauspielert, so das man davon ergriffen sein
könnte), und pflegt selbstverständlich mit ihnen die restlichen Pflanzen.

Dann und bevor ein Suchtrupp des Schwesterschiff’s "Berkshire" eintrifft,
womit ab diesem Zeitpunkt in der Geschichte gar nicht mehr unbedingt zu
rechnen war, schickt er die ihm verbliebene und nun mit künstlichem Licht
ausgestattete Kuppel wie eine Flaschenpost in den Weltraum (vorher wurde
noch sein einzig intakt gebliebener,- der andere wurde durch einen Unfall
beschädigt,- Androide programmiert, das er nun völlig autonom dazu in der
Lage ist, sich um die in der letzten Raumkapsel verbliebenen Pflanzen und
Tiere zu kümmern).

Lowell macht alle vorhandenen,sich noch an Bord des Schiffes befindlichen
Atombomben scharf und sprengt die "Valley Forge" und auch sich selbst mit
dem beschädigten Dewey an Bord. Durch diese gewaltige Explosion wird noch
einmal die zuvor abgelöste Kapsel beschleunigt und (unauffindbar für den
Suchtrupp) weiter weg geschleudert,so das angenommen werden soll,auch sie
wäre mit dem ganzen restlichen Raumschiff vollständig vernichtet worden.

In einer endgültigen und irgendwie auch noch zumindest ganz hoffnungsvoll
stimmenden Einstellung sieht man den beinahe zerbrechlich wirkenden Huey
auf der nun letzten Kuppel (allerdings ohne exakte Zeitangabe, wie lange
er das bereits schon macht), wie er herrlich naiv und vollkommen stoisch
ruhig die dort allerletzten Pflanzen und Tiere ihrer Art weiterhin pflegt.

FAZIT: (sowie ein großes Sorry an dieser Stelle, des es ist sonst absolut
nicht meine Art, in Rezensionen die komplette Handlung bereits im vorraus
"aufzulösen" bzw. zu verraten), aber wie bereits ersichtlich sein dürfte,
bin ich, obwohl ich mich sonst nicht gerade besonders oder gleich derart
fanatisch für Umweltfragen interessiere, völlig enthusiastisch für diesen
Film, manches erscheint zwar noch sicherlich "unrealistisch" (aber gerade
dafür ist es ja auch ein Science Fiction Film und keine Dokumentation)…

…und, da sich hier erstmalig so etwas wie ein besonderes Bewußtsein für
Natur im speziellen und ihre Erhaltung im besonderen mehr herausgebildet
hat, dürfte sein Thema gerade auch zum mal ernsthaft darüber nachdenken
anregen, ebenso vorhandene, unterschwellige Kritik an der Gesellschaft,
die bis zu dieser Zeit in "typischen" Hollywood – Filmen eher selten war.

Daher ist er auch nur wärmstens als KAUFTIP,- und AUSLEIHTIP vorbehaltlos
weiter zu empfehlen,hier werden sogar die "gehobeneren Ansprüche" erfüllt,
was ebenfalls nicht oft über einen SF-Film ausgesagt werden kann, oder !?

Mehr dazu in unserem Forum im Beitrag von EGeraldhuebner

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  • Letzte Terminänderung für diesen Titel: Samstag, 11. Juli 2009