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Robin Hood (Robin of Sherwood) – die komplette Serie [10 DVD’s]

Freitag, 23. November 2012

Robin Hood (Robin of Sherwood) – die komplette Serie, – erstmalig ungeschnitten in deutsch und auf DVD

Habe diese Serie am 01. Juni 2010 erworben und mir damit selber einen lange gehegten Wunsch erfüllt (sie wieder vollständig, in anständiger Qualität zu besitzen und vor allem, endlich komplett und ungeschnitten), – damals allerdings noch günstiger. Verstehe dies inzwischen auch nicht mehr so ganz, warum einige Filme und Serien sich hier im Laufe der Zeit nur noch verteuern, statt wie früher, normalerweise später im Preis zu fallen. Fällt also mitlerweile schon deutlich auf. Und irgendwo zu Recht beschweren sich einige darüber in Form von frustrierten Kommentaren zu Rezensionen.

Aber nun zu der eigentlichen Reihe hier. Ich beginne mal mit den Darstellern, – zunächst die Gegenspieler, dann, die Hauptakteure.

"Robin Hood" (im Original: "Robin of Sherwood") ist eine britische Abenteuer, – und Fantasy – Fernsehserie, – erdacht vom Drehbuchautor Richard Carpenter, – die von 1983 bis 1985 mehr für das Fersehen gedreht wurde.

Was schon mal den ersten, postiven Aspekt ausmacht. Man versuchte garnicht erst, mit bombastischen Effekten oder auf zwanghafter Action getrimmter Handlung ein zahlendes Kinopublikum dafür zu begeistern. Sondern man konnte sich (da ja ohnehin für’s TV gedacht, das mit Gebühren finanziert wird) wunderbar auf die Erzählung von zum Thema passenden Sagen und Geschichten konzentrieren.

Auch war es so natürlich, – durch die geplante Länge als Serie, möglich, – fast alle Figuren bzw. Charaktere hier heraus zu arbeiten. Die noch dazu von sehr guten Schauspielern dargestellt wurden.

Einer von ihnen war z.B. Robert Addie (manchen auch bekannt durch seine Rolle als Mordred in John Boorman’s "Excalibur", – der sich mit der altenglischen Arthus – Legende befasst). Er gibt hier den Guy of Gisbourne, und zwar, – ebenso wie in dem gerade genannten Film, gewohnt gut, mit Verschlagenheit sowie mit Bauernschläue.

Sein Arbeitgeber ist natürlich auch hier der Sheriff von Nottingham, gespielt von Nicolas Grace. Diese Figur kommt nun ebenso mies und durchtrieben rüber, wie es beispielsweise Alan Rickman schon in der Filmversion mit Kevin Costner geschafft hat. Es gibt natürlich noch mehr Bösewichte, aber da die nicht in fast jeder Folge vorkommen, spare ich mir mal, sie nun auf zu zählen.

Robin Hood selbst wird von damals gerade 24 – jährigen Michael Pread dargestellt (mir sonst nur noch durch seine Rolle als Prinz von Moldavien in der Serie "der Denver Clan" in Erinnerung geblieben). Später übernahm diese Rolle Jason Connery, – der Sohn von Sean Connery – "James Bond".

Hier kann man sich nun gerne darüber streiten, ob dieser der bessere Schauspieler für diese Figur war. Und so die Serie später an Qualität dazu gewonnen hat. Oder ob es doch Michael Pread überzeugender vermocht hatte. Und so die früheren Folgen es mehr in sich hatten.

Ich persönlich würde hier allerdings immer für Michael Pread votieren. Dieser ist eindeutig auch der bessere, – talentiertere Schauspieler. Und ein dunkelhaariger Typ, als Darsteller dieser historischen Figur sah für mich auch irgendwie überzeugender aus.

Judi Trott spielte Marian, – auch sie war besser als andere Schauspielerinnen in den verschiedenen Verfilmungen. Eben nicht nur ein hübsches Gesicht ohne Talent wie anderswo, – sondern eine richtig, agierende Darstellerin.

Besonders gut konnte aber Ray Winstone (u.a. in "Quadrophenia", "King Arthur", "unterwegs nach Cold Mountain", "die Legende von Beowulf") als Will Scarlet hier überzeugen. Im Gegensatz zu den eher farblosen Verkörperungen in früheren Filmen, präsentierte er uns hier eine recht vielschichtige und variantenreiche Version dieser Figur.

Clive Mantle gab John Little – little John, – Peter Llewellyn Williams den Much. Beide waren aber leider nicht sehr überzeugend. Sehr gut war dafür hier wieder Phil Rose als Bruder Tuck – der Mönch. Jedenfalls besser als der Darsteller (Michael McShane) in der, ebenfalls 1991 von Kevin Costner gegebenen Variante.

Und, als letzten, – dann gab es noch den Sarazenen Nasir, – dargestellt von Mark Ryan. Mag sein, diese Figur ist frei erfunden und kommt so eigentlich nicht wirklich in der historischen Überlieferung vor. Ich bin aber froh darüber, denn, sein Darsteller sorgte hier immer für ein gewisses Highlight mit seinen zwei auf dem Rücken gekreuzten Säbeln.

Der einzige, dem man sofort Erfahrungen im Schwertkampf abnahm, während die anderen zumindest am Anfang nicht viel mehr als prügelnde Bauerntölpel hier waren. Außerdem, stellte Mark Ryan diese Figur sehr gut dar, – jedenfalls um Längen besser, als bei Costner’s Version der Schaupieler (Morgan Freeman) es konnte.

Zur Serie selber, – bzw. Aufmachung, Requisiten, Kostüme, Schauplätze usw. usf. mal etwas gesagt.

Wie schon weiter oben angegeben, war die Inszenierung deutlich besser als in weiteren Beispielen hier zum historischen Thema. Man verwob gekonnt fantastische Elemente (wie z.B. Hexen, Fabelwesen, Zauberer, magisches – okkultes) mit echten, geschichtlichen Fakten (die Rolle der Kirche im Mittelalter, Antisemitismus, – und Judenprogrome, Ausbeutung der Unterschichten, Leibeigenschaft – willkürlicher Terror als legitime Form der Herrschaft).

Noch dazu waren die Standorte gut gewählt. Wie selten zuvor wurde ein schlichtes Waldgebiet hier so mystisch und bezaubernd gefilmt. Aber auch in echten, alten Kirchen und Gemäuern wurde gedreht. Dazu verband man das ganze noch mit dem fantastischen Soundtrack der irischen Folklore – Band Clannad.

Ebenso waren die Kostüme gut ausgesucht, – nichts sah hier wirklich lächerlich oder gar unrealistisch aus. Gemeint sind nun also nicht die protzigen Roben der Edelleute, sondern das, was der "gemeine Mann" hier trägt. Man hatte eher das Gefühl, so (zweckmäßig, schlicht, praktisch und leicht zu kombinieren – reparieren) könnten sich Menschen dieser Epoche gekleidet haben, als bei anderen Verfimungen, die in dieser Zeit spielen sollen.

Auch, wenn natürlich oft genug, manche der Darstellungen schon recht jugendlich, – und im typischen "80er Jahre Stil" rüber gebracht wurden. Aber, gerade das macht ja auch heute noch die Faszination an dieser Serie aus.

Zur den DVD’s selber, – bzw. der Lauflänge dieser Folgen sowie der Bild, – und Tonqualität.

Die Gestaltung ist schlicht, – passt dafür aber ebenso zur ganzen Serie überhaupt. Auf jeder DVD erwartet einen ein einfach gehaltenes Menü. Das Bild ist dem Alter und vor allem, – einer Fernsehreihe entsprechend. Wer sich hier über nicht auf Hochglanz polierte Auflösungen usw. aufregt, kann das gerne tun. Dennoch, fragt man sich ernsthaft, – was erwarten solche Nörgler eigentlich.

Ton ist auch dementsprechend, – man versteht die gesprochenen Passagen ausreichend, – der, wie ebenfalls schon erwähnt, wunderbar ausgesuchte Soundtrack von Clannad hält sich angenehm im Hintergrund, übertönt nichts oder drängt sich gar störend auf. Und, das die jetzt wieder eingefügten Szenen nicht nach synchronisiert wurden, ist ja mal wirklich ein absolut lächerlicher Kritikpunkt. Noch mehr, als die schon bemängelte Bildauflösung.

Erstens, wird das wschl. garnicht mehr machbar gewesen sein, überhaupt sämtliche Sprecher von damals wieder auf zu treiben. Allein schon auf Grund der Tatsache, wer weiß, manche von denen sind vielleicht sogar schon gestorben. Zweitens, selbst wenn neu eingesprochen worden wäre, wie krank hätte sich das dann womöglich angehört. Man überlege sich mal, wenn dauernd die Stimmen – auf deutsch hier wechseln würden. Vorschlag, – sehen sie sich eben alles auf englisch an, hat man sowieso mehr davon.

So, – dh. durch diesen Kompromiss wie jetzt mit den zuschaltbaren Untertiteln aber, weiß man wenigstens genau, was da früher alles heraus geschnitten wurde. Das überhaupt dermaßen stark gekürzt wurde, ist und bleibt ohnehin eine Frechheit seitens der öffentlich – rechtlichen Fernsehsender (und dafür bezahlen viele noch Gebühren). Nur, damit das ZDF damals seine Lauflängen von knappen 45 Minuten pro Folge einhalten konnte, wurde meißtens einfach, dazu noch echt stümperhaft zerstört, was sich der Drehbuchschreiber und die Produzenten im Grunde eigentlich dabei gedacht hatten.

Erst jetzt, – in nachhinein, ergeben manche Handlungen richtig Sinn. Daher sollte man lieber froh darüber sein. Ich z.B. besaß diese Serie selbst lange Zeit nur, – dh. bevor sie nun endlich in dieser Form veröffentlicht wurde, als TV – Mitschnitt, – digitalisiert von VHS auf DVD. Und natürlich, macht man sich dann auch mal die Mühe, beides zu vergleichen. Die zerstückelte, dafür aber durchgehend deutsche Fernsehfassung und diese hier, mit eingefügten Originalszenen, – Fazit: in einem Wort – erschreckend. Schon daher kann ich diese DVD – Edition nur jedem wärmstens empfehlen.

Mehr dazu in unserem Forum im Beitrag von EGeraldhuebner

robin hood helden in strumpfhosen

Donnerstag, 31. Mai 2012

könnte ich mir immer wieder anschauen der is einfach so scheiße lustig, schon der Anfang in Knast geht ab xDD.

was meint ihr?

Mehr dazu in unserem Forum im Beitrag von AmericanMan

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